
Chris Isaak meldet sich zurück
Wien (dpa/APA) - Sieben Jahre hat sich Chris Isaak Zeit gelassen, bis er ein Studioalbum mit eigenen neuen Songs in den Handel gebracht hat.
2002 erschien mit «Always Got Tonight» das achte Werk des Amerikaners. Nun hat der Balladen-Sänger und begnadete musikalische Entertainer sein neues Album «Mr. Lucky» vorgelegt.
Mit dem Song «Wicked Game» und dem dazugehörigen Videoclip, in dem das fast gänzlich unbekleidete Topmodel Helena Christensen an der Seite des smarten Musikers in einer Liebesromanze aufging, landete Chris Isaak zu Beginn der 90er Jahre seinen größten Hit. An den Riesenerfolg konnte Isaak zuletzt mit «Always Got Tonight» zwar nicht mehr anschließen, aber er blieb dennoch in seinem Genre unerreicht. Und das Gleiche gilt auch für seinen neuesten Wurf «Mr. Lucky».
Über den Inhalt sagt der Sänger recht kryptisch: «Im Guten wie im Schlechten spiegelt das Album jenen Punkt in meinem Leben wider, an dem ich mich zurzeit befinde. Ich könnte zwar nicht sagen, wo das genau ist, aber wenn ich die Songs jetzt so höre, ergeben sie alle einen Sinn.» Als erste Single wurde jedenfalls das rockige «We Let Her Down» ausgekoppelt. Dazu passt auch «Mr. Lonely Man», ein Song, in dem Isaak fast ein wenig an den «King» Elvis erinnert. Und flott geht es weiter mit «Very Pretty Girl» und dem Country-lastigen «Best I Ever Had».
Aber natürlich fehlen auf «Mr. Lucky» nicht die schmachtenden Schmusetöne, die Chris Isaak wie kein anderer so virtuos beherrscht. Dafür sorgen «Breaking Apart», ein herzzerreißendes Duett mit Trisha Yearwood, und «I Lose My Heart», ein nicht weniger anrührendes Duett mit Michelle Brand.
Insgesamt ist «Mr. Lucky» ein Album aus einem Guss geworden und Chris Isaak unverkennbar der Gleiche geblieben: «Ich glaube nicht an radikale Veränderungen oder an den Versuch, sich selbst neu zu erfinden», meint der Amerikaner, der am 26. Juni seinen 53. Geburtstag feierte.

