
«Schattenwelt»: Wie der RAF-Terror nachwirkt
Hamburg - Nach 22 Jahren wird der von einem fabelhaften Ulrich Noethen gespielte RAF-Terrorist Bernd aus der Haft entlassen.
Es konnte nie geklärt werden, wer die Schüsse auf einen Bankpräsidenten abgab, bei dem dessen Gärtner tödlich verletzt wurde. Valerie (Franziska Petri aus «Vergiss Amerika»), die Tochter des Opfers, hat seither keine Ruhe gefunden. Ihr Leben ist durch das traumatische Erlebnis - sie war Zeugin des Mordes an ihrem Vater - verpfuscht.
Sie sucht die Nähe zu Bernd, nicht zuletzt, weil sie wissen will, ob er oder seine damalige Gefährtin Marita (Eva Mattes) die Tat begangen hat. Ihre Suche nach der Wahrheit lässt sie immer mehr die Kontrolle verlieren, zieht auch den Sohn der Ex-Terroristen in diesen Strudel. Keiner der Beteiligten kann das Geschehene abschütteln, der Terror wirkt über die Generationen hinaus.
Besondere Brisanz und Authentizität gewinnt der Film über Schuld, Vergeben und Vergessen durch die Mitwirkung von Ex-RAF-Terrorist Peter-Jürgen Boock am Drehbuch.
(Schattenwelt, Deutschland 2008, 92 Min., FSK o.A., von Connie Walther, mit Franziska Petri, Ulrich Noethen, Tatja Seibt)
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