
Schwungvolles Debüt von Teenie-Star Demi Lovato
Hamburg - Sie tragen Glitzerminis und balancieren auf Stöckelschuhen - wenn sie lächeln, lugen Zahnspangen verräterisch zwischen rotem Lippenstift hervor. Wahrscheinlich ist es noch gar nicht lange her, da haben die neuen Disney-Stars selbst noch Micky Maus gelesen.
Jetzt sind die 13- bis 16-jährigen Teenies selbst Idole für Kinder. Denn Disney hat einen neuen Markt entdeckt: Statt auf Zeichentrick setzt man in dem Unterhaltungskonzern derzeit stärker auf echte Kinder und Jugendliche.
Einer dieser neuen Stars ist Demi Lovato: Neben den Jonas Brothers gelang ihr mit einer Hauptrolle in dem Teenie-Film «Camp Rock» (2008), in dem sie eine Sängerin mit einer eindrucksvollen Stimme spielt, der Durchbruch. Jetzt hat die 16-Jährige mit «Don´t Forget» ihr Debütalbum vorgelegt.
Eine Leisetreterin ist das Mädchen mit dem markanten Kinn und dem breiten Lächeln jedenfalls nicht, denn «Don´t Forget» ist ziemlich rockig ausgefallen. Schließlich war Demi früher mal bekennender Metal-Fan, auch wenn diese Zeiten jetzt vorbei sind. Wesentlichen Anteil an der flotten Teenager-Scheibe haben auch die Jonas Brothers, die das Album mitproduzierten und zusammen mit Demetria Devonne Lovato zahlreiche der Songs schrieben. «Ich wollte ein Album machen, das ausgelassen klingt und einfach nur Spaß macht», meint der Teenie-Star.
Sicher, die Karrieren der Disney-Kinderstars von Miley Cyrus bis Ashley Tisdale mögen am Reißbrett geplant sein, aber die Jungstars lassen sich das Heft deshalb noch lange nicht aus der Hand nehmen, sondern wollen ein erhebliches Wort mitsprechen.
Auch Demi Lovato ist mit dem Erreichten noch längst nicht zufrieden: «Ich würde gerne Bücher und Drehbücher schreiben, aber eigentlich möchte ich gerne Regisseurin werden», verriet sie jüngst im Interview mit «Time Out New York Kids». Zunächst aber fiebert sie den «Teen Choice Awards» entgegen, bei denen sie Chancen auf drei Preise hat.
Bei ihrem Arbeitgeber Disney will Demi Lovato aber auf jedem Fall so lange wie möglich bleiben: «Disney hat mir meinen Durchbruch ermöglicht. Daran hatte ich vorher acht Jahre lang gearbeitet.»

