
Priscilla Ahn mit betörender Eleganz
Hamburg - Das Reservoir an talentierten Singer/Songwriterinnen in den USA scheint unerschöpflich zu sein. Wieder ein neues Gesicht und eine Stimme, die wie ein Versprechen klingt.
Beim renommierten Label Blue Note legte die gerade 24-jährige Priscilla Ahn mit «A Good Day» ihr Debütalbum vor - elf Songs zwischen Pop und Folk, gesungen mit viel Gefühl, betörender Eleganz und dem gewissen Etwas, dem «special twist».
Angefangen hat Priscilla Ahn mit 14 Jahren, zuerst Gitarre, später folgten Auftritte bei Open Mic-Sessions. Da lebte sie noch in dem beschaulichen Nest Bernville in Pennsylvania. Später lernte die junge Musikerin zufällig Amos Lee kennen, dem gefielen ihre Songs, und irgendwann packte Priscilla Ahn dann ihre Koffer und zog nach Los Angeles. 2006 entstand die erste EP, und als ihr Lieblings-Label Blue Note eine Platte mit ihr machen wollte, war ein Wunschtraum Realität geworden.
Ihre Mitstreiter beim Debüt waren der Schlagzeuger Joey Waronker, der auch als Produzent verantwortlich zeichnete, und Multiinstrumentalist Gus Seyffert. Priscilla Ahn spielt von Gitarre über Mundharmonika, Piano, Cembalo und Ukulele auch etliche Instrumente.
Ihre stärksten Songs hat Priscilla Ahn an den Anfang des Albums gestellt: «Dream» ist in der Tat eine wunderbar verträumte Ballade über die verwunschene, untergegangene Welt der Kindheit, «Wallflower» nimmt den Faden aus der Sicht eines schüchternen Mädchens sehnsuchtsvoll auf, und mit dem folkigen «I Don´t Think So» kommt das Album in Fahrt.
Bis auf zwei Ausnamhen hat Priscilla Ahn alle Songs selbst geschrieben, die leisen Töne überwiegen, sehr schön «Leave The Light On», eher im schrägen Walzertakt «Astronaut». Natürlich hat Priscilla Ahn noch kein perfektes Album vorgelegt, aber ein sehr starkes Debüt. Man darf gespannt sein auf den Werdegang dieser Frau.

