Horror-Remake «Der Fluch der 2 Schwestern» | 25.05. 10:08 | ProAktuell.de
07.02.2012 | 22:47 Uhr |
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Elizabeth Banks spielt die Hauptrolle in «Der Fluch der zwei Schwestern».
25.05.2009 10:08
Horror-Remake «Der Fluch der 2 Schwestern»

Berlin ­ Neuverfilmungen von asiatischen Horrorstreifen sind in Hollywood weiter en vogue. 2003 schuf der Südkoreaner Kim Jee-Woon mit «A Tale of Two Sisters» (Eine Geschichte von zwei Schwestern) ein Werk, das auf teils begeisterte Kritiken stieß.

Nun haben sich die Guard-Brüder des Stoffes angenommen. Das Horror-Remake ist der erste Langfilm der englischen Regisseure, die zuvor mit Kurzfilmen auf sich aufmerksam machten. Emily Browning («Lemony Snicket - Rätselhafte Ereignisse») verkörpert im gruseligen «Der Fluch der 2 Schwestern» Protagonistin Anna, die nach dem mysteriösen Tod ihrer Mutter und einem Aufenthalt in einer psychiatrischen Klinik nach Hause zurückkehrt.

Dort aber wartet eine mehr als unangenehme Überraschung auf das empfindsame Mädchen mit den naiven Rehaugen. Ausgerechnet mit Rachel (Elizabeth Banks), der ehemaligen und verhassten Pflegerin ihrer Mutter, hat sich Annas Vater verlobt. Auch Annas Schwester Alex (überzeugend gespielt von Arielle Kebbel) hegt der aparten Blondine gegenüber Misstrauen. Zudem plagen Anna fürchterliche Visionen, in denen sie ihre Mutter verzweifelt um Hilfe ringen sieht. Bei dem Teenager verhärtet sich ein schrecklicher Verdacht: Könnte Rachel, des Vaters neue Geliebte, am Tod der Mutter schuld sein? Wie die zwei Schwestern herausfinden, gibt es in der Vergangenheit ihrer zukünftigen Stiefmutter einige grausige Begebenheiten.

Die im Gewand eines Horrorthrillers daherkommende Familientragödie überzeugt weniger durch genrebekannte Schock- und Gruseleffekte als durch die rührend inszenierte Beziehung der beiden Schwestern zueinander. Der Hass auf, sowie die Angst vor Rachel schweißen Anna und Alex zusammen. Den attraktiven Jungdarstellerinnen Browning und Kebbel nimmt man dabei die Sorge füreinander stets ab. Dass das offensichtlich von klassischen Horrorfilmen beeinflusste Langfilm-Debüt des Brüderpaars Charles und Thomas Guard zudem auf ein überraschendes Finale zusteuert, versöhnt den Kinobesucher. Das zunächst recht konventionell anmutende Werk entpuppt sich als letztlich doch faszinierendes Stück Horror, in dem die Grenzen zwischen Realität und Wahn zunehmend verwischen.

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