USA verschärfen Druck auf Nordkorea | 30.06. 21:06 | ProAktuell.de
07.02.2012 | 22:03 Uhr |
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Die US-Regierung will im Atomstreit mit Nordkorea den wirtschaftlichen Druck auf das Regime Kim Jong Il massiv erhöhen. (Archivfoto)
30.06.2009 21:06
USA verschärfen Druck auf Nordkorea

Washington - Die US-Regierung will im Atomstreit mit Nordkorea einem Zeitungsbericht zufolge den wirtschaftlichen Druck auf das Regime massiv erhöhen.

Das Finanzministerium plane über internationale Finanzkanäle insgesamt 17 nordkoreanischen Banken und Unternehmen von Geldflüssen abzuschneiden, berichtete das «Wall Street Journal» am Dienstag. Diese Firmen seien aus Sicht Washingtons zentrale Mittler für den Handel Nordkoreas mit Waffen und nuklearem Material. In einem ersten Schritt verhängte die US-Regierung am Dienstag Sanktionen gegen zwei Unternehmen, die Pjöngjang bei diesen Geschäften unterstützt haben sollen.

Die Maßnahmen zielten auf «Knotenpunkte» des nordkoreanischen Finanzsystems ab, berichtete die Zeitung unter Berufung auf US- Regierungsamte. Nach der Verschärfung der UN-Sanktionen gegen das kommunistische Regime vor rund zwei Wochen habe die US-Regierung jetzt eine größere Auswahl Angriffspunkte, hieß es.

Die am Dienstag erlassenen Sanktionen richten sich gegen ein Unternehmen namens Hong Kong Electronics mit Sitz im Iran, durch das Millionen von Dollar im Zusammenhang mit Waffen- und Nukleargeschäften geflossen sein soll, und eine nordkoreanische Handelsfirma. Vermögenswerte der Firmen in den USA werden damit eingefroren. Überdies dürfen US-Bürger mit den Unternehmen keine Geschäftsbeziehungen mehr unterhalten.

«Die heutige Schritte sind Teil unserer Anstrengungen zu verhindern, dass Nordkorea das internationale Finanzsystem benutzt, um seine Nuklear- und Raketenprogramme voranzutreiben», sagte Finanz- Staatssekretär Stuart Levey.

Mit den verschärften Sanktionen hatte das höchste UN-Gremium auf den jüngsten Atomtest des kommunistischen Landes am 25. Mai und eine Reihe weiterer Provokationen reagiert. Resolution 1874 wurde einstimmig von allen 15 Mitgliedsstaaten des Weltsicherheitsrats verabschiedet. Unter anderem soll Fracht nach Nordkorea nun stärker auf verbotene Waffenlieferungen kontrolliert werden. Die Resolution ist völkerrechtlich verbindlich. Das heißt, dass die Sanktionen notfalls mit Gewalt durchgesetzt werden können. Nordkoreas Verbündeter China hatte an dem Text mitgearbeitet.